Kardiologie

Kardiologie für Kleintiere und Pferde

Herzerkrankungen bei Kleintieren und Pferden sind das Spezialgebiet von Frau Dr. Hieber. Erfahrung auf diesem Gebiet seit dem Jahr 2002, eine hervorragende auch für den mobilen Einsatz geeignete Ausrüstung und die kollegiale und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit zahlreichen Pferde- und Kleintierärzten/innen haben die als Überweisungspraxis geführte Ausrichtung stark wachsen lassen, die inzwischen gut die Hälfte der tierärztlichen Arbeitszeit in Anspruch nimmt.

Die spezielle Diagnostik umfasst Röntgenaufnahmen des Brustkorbs, Herzultraschalluntersuchung inkl. Doppler, EKG und Blutdruckmessung. Röntgenaufnahmen zeigen einen Schattenwurf des Herzens, der erste Hinweise auf Vergrößerungen des gesamten Herzens oder seiner Teile geben kann. Außerdem kann man kardial bedingte Stauungserscheinungen an den großen Gefäßen oder der Bronchien und Lungen erkennen.

Der Ultraschall hingegen schaut dem Herzen direkt bei der Arbeit zu, d.h. man sieht in das Innere des sich bewegenden Herzens hinein: die Herzklappen, den Herzmuskel, das fließende Blut. So lassen sich Klappenveränderungen, Herzmuskelschwächen mit Volumenüberladung, Verdickungen des Herzmuskels, Herztumore und Herzbeutelergüsse diagnostizieren. Die Doppleruntersuchung ermöglicht eine Darstellung der Blutflüsse und der Bewegungsqualität des Herzmuskels (Gewebedoppler) und somit die Abklärung von Klappeninsuffizienzen oder – stenosen, Shunts im Herzen und Herzmuskelentzündungen.

Das EKG gibt Aufschluss über Art und Ausmaß von Herzrhythmusstörungen. Es kann in Ruhe, unter Belastung (v.a. bei Pferden) oder über 24 Stunden (Holter EKG) aufgezeichnet und beurteilt werden. Anhand des EKGs können im Falle von behandlungswürdigen Herzrhythmusstörungen das richtige antiarrhythmische Medikament ausgewählt und Therapiekontrollen durchgeführt werden.

Die Blutdruckmessung ergänzt die Befunde und gibt wertvolle Informationen über die Kreislaufsituation. Sie wird sowohl bei der diagnostischen Aufarbeitung als auch zur Auswahl von Medikamenten und zur Therapiekontrolle eingesetzt.

Die Therapie von Herzerkrankungen basiert immer auf einer fundierten Diagnostik. Sie wird daher auf den individuellen Fall abgestimmt und eingestellt. Medikamente werden verschrieben oder Sie erhalten sie direkt aus der tierärztlichen Hausapotheke. Verlaufskontrollen sind wichtig, um eine optimale Therapie weiterführen zu können. Wenn Sie von Ihrem Haustierarzt zu mir überwiesen wurden, erhält dieser von mir einen ausführlichen Befundbericht und eine Therapieempfehlung. Die kollegiale Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen ist mir sehr wichtig. Auch ohne Überweisung sind Sie herzlich willkommen.

Die kardiale Untersuchung erfolgt bei Kleintieren in unserer Praxis in Allershausen oder in Kleintierpraxen und -kliniken vor Ort (Sammeltermine) und bei Pferden im Heimatstall. Letzteres hat sich besonders bewährt, da die Pferde zu Hause am ruhigsten und die Herzwerte am besten zu beurteilen sind. Sedierungen dürfen nicht angewendet werden, da sie die Herzwerte deutlich verändern.

Zahnbehandlung

Zahnbehandlung

Zahn- und Zahnfleischerkrankungen können schmerzhaft sein und das Fressen behindern, riechen unangenehm und können den gesamten Organismus belasten. Deshalb ist es so wichtig, regelmäßige Kontrollen der Maulhöhle (z.B. beim Impfen), eine gezielte Prophylaxe (z.B. Zahnreinigung, Zahnsteinentfernung) und eine konsequente Bekämpfung von Entzündungen, Eiterherden, abgestorbenen Zähnen oder Zahnwurzeln und bakterieller Besiedelung durchzuführen.

Zahnbehandlung bei Kleintieren

Bei den Kleintieren werden die Zahnbehandlungen in Vollnarkose ausgeführt, die unter sorgfältiger Überwachung erfolgt. In der Regel genügt dabei eine etwas weniger tiefe Narkose als bei Operationen (wenn keine schwierigen Zahnextraktionen durchgeführt werden müssen). Nach der Behandlung kann die Narkose durch ein Gegenmittel aufgehoben werden, wenn keine wesentlichen postoperativen Schmerzen zu erwarten sind, und Ihr Tier läuft mit Ihnen nach kurzer Zeit wieder aus der Praxis. Folgende Leistungen im Bereich der Zahnmedizin können wir Ihnen anbieten: Zahnfleischbehandlungen, Tumoroperationen im Bereich der Maulhöhle, Behandlung von Abszessen und Fisteln, Zahnextraktionen sowie Zahnreinigung mit Ultraschall und anschließender Polierung. Außerdem können wir mit unserem digitalen Röntgen und speziellen Zahnfolien exakte Aufnahmen von einzelnen Zähnen oder Zahnreihen anfertigen.

Zahnbehandlung bei Pferden

Bei den Pferden verwenden wir für die Zahnbehandlung eine gut steuerbare Sedierung, während der das Pferd zwar ausreichend betäubt, aber noch stehfähig ist.  Dann können folgende Behandlungen durchgeführt werden: Abraspeln von Zähnen zur Korrektur von Hakenbildung und Okklusionsstörungen, Zahnextraktionen von Schneide- und Backenzähnen, Entfernung von Wolfszähnen sowie Zahnsteinentfernung.

Goldakupunktur

Goldakupunktur

Die Goldakupunktur oder genauer gesagt die Golddrahtimplantation (GI) ist eine moderne Form der Schmerztherapie, die den Lehren der Akupunktur folgt.
Die GI ist als operative Methode zu bezeichnen, die genau wie andere Op-Verfahren ihre Indikationen und Grenzen hat. In seltenen Fällen gibt es Überschneidungen mit anderen Methoden, wo dann abzuwägen ist, welche Methode zum Einsatz kommen soll. Doch in den meisten Fällen von Schmerzen aufgrund von Gelenkserkrankungen ist die GI die Methode der Wahl. Die GI kann sogar in vielen Fällen eine Ergänzung zu chirurgischen Verfahren sein.

Bei der GI werden Golddrahtstückchen (Durchmesser 1mm, Länge 2 – 3 mm, 24 Karat Gold) an Akupunkturpunkte im Gewebe implantiert. Je nach Lage des Punktes liegen die Golddrahtstückchen dann an einer Gelenkkapsel, an einem Knochen, an einem Muskel-Sehnen–Übergang oder auch in der Muskulatur.

Die GI wird bei allen schmerzhaften Zuständen im Bewegungsapparat des Hundes eingesetzt. Zum Bewegungsapparat gehören die Gelenke, aber auch Muskeln und Sehnen sowie die Knochen.

Die Goldakupunktur hilft auch bei Gelenken, die schon Arthrose haben. Das Haupteinsatzgebiet der GI sind gerade die chronisch–degenerativen Gelenkerkrankungen des Hundes. Bei diesen Erkrankungen ist es ja meist schon zur Bildung einer mehr oder weniger starken Arthrose gekommen. Eben hier sind auch die erstaunlichsten Erfolge der GI zu verzeichnen. Hunde, die nur noch eine kurze Strecke laufen konnten, und auch dies nur mit Schmerzmitteln, können wieder ein Leben mit hoher Lebensqualität führen, ohne Medikamente oder mit sehr stark reduzierter Schmerzmittelgabe. Die Weiterentwicklung der Arthrose wird durch die GI verlangsamt, evtl. sogar gestoppt.

Ablauf einer Golddrahtimplantation

  1. Der Patient erhält nach einer Allgemeinuntersuchung und Untersuchung der wichtigsten Laborwerte eine Vollnarkose. Nach der einleitenden Spritze, die in die Vene gegeben wird, erfolgt die weitere Narkose mittels Inhalation, wobei das Narkosegas mit Sauerstoff vermischt vom Patienten eingeatmet wird. Eine intensive Überwachung per Dauer-EKG, Pulsoxymeter, CO2-Messung in der Ausatemluft, Atemzugvolumen, Pulsfrequenz und Blutdruck ist selbstverständlich.
  2. Die Bereiche, die implantiert werden sollen, werden wie für einen chirurgischen Eingriff vorbereitet. Dazu gehören Rasur und Hautdesinfektion. Der Operateur trägt sterile Handschuhe, das Instrumentarium ist ebenfalls steril.
  3. Mit einer kleinen Skalpellklinge wird über jedem Punkt ein winziger Schnitt durch die Haut gemacht. Dies ermöglicht eine optimale Führbarkeit der Nadel im tiefer liegenden Gewebe.
  4. Die Kanülenspitze wird durch den Schnitt bis an den entsprechenden Punkt herangeführt, dann werden 1 bis 3 Goldimplantate mit der Pinzette in die Kanüle gelegt. Mit einem Mandrin werden die Implantate vorgeschoben und fixiert, dann werden nacheinander die Kanüle und der Mandrin zurückgezogen. Mit einem Fadenheft wird der Hautschnitt vernäht.
  5. Kurze Zeit nach dem Abdrehen des Narkosegases erwacht der Patient und kann ca. eine halbe Stunde später die Praxis auf seinen eigenen 4 Pfoten verlassen.
  6. Nach einer Woche werden die Fäden gezogen.

Physiotherapie

Physiotherapie

In unserer Physiotherapie – Praxis haben wir die Möglichkeit, individuell auf Ihr Tier einzugehen. Ihr Hund leidet an Schmerzen oder altersbedingten Problemen mit dem Bewegungsapparat? Die Physiotherapie bietet Tieren eine Unterstützung bei Erkrankungen oder nach Operationen. Zudem dient sie dem Muskelaufbau, fördert die Beweglichkeit und erhält somit die Gesundheit Ihres Tieres.

Viele unserer vierbeinigen Patienten haben Probleme mit dem Bewegungsapparat. Gerade bei Hunden treten diese in jungen Jahren, meist durch angeborene Fehlstellungen (Hüftgelenksdysplasie, Ellbogengelenksdysplasie, etc.) auf. Später kommen häufig altersbedingte Probleme (Cauda -,Equina – Kompressions – Syndrom, Spondylosen, Bandscheibenvorfälle, etc.) hinzu.

Kreuzbandrisse, Frakturen oder verschobene Wirbel können Ihren Hund jederzeit treffen und treten oft nach Überbelastung, Unfällen oder wildem Toben mit anderen Hunden auf.

In vielen Fällen kann eine gezielte Physiotherapie mit Mobilisation der Gelenke und Wirbel, entspannenden Massagen, Bewegungsübungen, Unterwasserlaufband oder auch einer Akupunktur Linderung bringen.

Sollte ein operativer Eingriff unumgänglich sein, wie z.B. häufig bei einem Kreuzbandriss, bieten wir Ihnen in unserer Physiopraxis die erforderliche Nachversorgung und Unterstützung in der Rekonvaleszenzphase an, damit Ihr Tier möglichst bald wieder gesund ist.

Für eine gezielte Versorgung der Patienten ist eine gute Absprache zwischen dem/r behandelnden Tierarzt/ärztin und dem/r Physiotherapeuten/in von großer Bedeutung.

Da wir Ihnen in unserer Tierärztlichen Praxisgemeinschaft ein großes Behandlungsfeld und die passende orthopädische Versorgung anbieten können, arbeiten wir hier Hand in Hand.

Sollten Sie durch einen externen Arzt überwiesen worden sein, stimmen wir uns gerne mit diesem ab und führen auch empfohlene Therapien, soweit möglich, aus.

Wir nehmen uns Zeit für die Bedürfnisse Ihres Tieres und besprechen nach einer ausführlichen Untersuchung und Gangbild-Analyse mit Ihnen die nötigen Therapiemaßnahmen.

Bitte beachten Sie auch, dass verschiedene Tierkrankenkassen bereits die Kosten einer Physiotherapie erstatten.

Unser Leistungsgebiet umfasst:

Kotlabor

Für Pferde

Wir bieten im Rahmen der selektiven Entwurmung Kotuntersuchungen auf Endoparasiten an.

Im einzelnen sind dies:

  • Kotuntersuchung nach MacMaster
  • Flotation / Sedimentation

Diese umfasst auch eine ausführliche Beratung und Betreuung.

Bitte informieren Sie sich zur selektiven Entwurmung gerne hier.

Zertifikat zur selektiven Entwurmung Tierarztpraxis Allerhausen

Mit dem McMaster-Verfahren gelingt die quantitative Erfassung der Wurm-Ei-Ausscheidung eines Pferdes, d.h. der Eianzahl pro Gramm Kot (EPG), so dass einerseits der Parasitenbefall an sich diagnostiziert, andererseits die Intensität der Eiausscheidung und dadurch der Grad der Weidekontamination ermittelt werden können. Auf Grundlage der EPG wird der sog. Eizahlreduktionstest (EZRT) durchgeführt. Dieser wiederum dient der Erfassung von Resistenzen der Magen-Darm-Rundwürmer gegen anthelminthische Präparate.

Wie wir wissen, treten mehr und mehr Resistenzen gegen anthelminthische Wirkstoffe auf. So ist es z. B. in Dänemark aufgrund gesetzlicher Vorschriften bereits verboten, Wurmkuren zu verschreiben, wenn nicht vorher Wurmbefall diagnostiziert wurde.
Dieses Vorgehen ist zwar in Deutschland noch nicht gesetzlich implementiert, sicherlich aber die beste veterinärmedizinische Praxis.

Bitte verpacken Sie eine gute Handvoll frischen Pferdemist Ihres Pferdes in einen Gefrierbeutel, verschließen Sie ihn und lagern Sie ihn bis zum Versand im Kühlschrank. Senden Sie die Probe bitte mit dem ausgefüllten Untersuchungsantrag postalisch an uns oder bringen uns die Probe persönlich vorbei. Wir bitten um vorherige telefonische Anmeldung, insbesondere ab 5 Proben. Nach umgehender Bearbeitung und Untersuchung melden wir uns bei Ihnen, teilen Ihnen das Untersuchungsergebnis mit und besprechen das weitere Vorgehen bei Ihrem Pferd oder in Ihrem Bestand.